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Eine umfangreiche, handbuchartige Zusammenstellung von Tipps finden Sie auf den englischen Internetseiten von Jeffrey R. Charles. Das und auch die paar Dinge, die ich bei meinen totalen Sonnenfinsternisse erlebt habe, kann ich wie folgt zusammenfassen:
Formel der NASA für die Belichtungszeiten:
Belichtungszeit = Blende2 / (ASA · 2Q)
Beispiel für einen 100 ASA Film mit einem Blende 8 Objektiv:
| Sonne (partielle und ringförmige Phase) | - | 1/250 s bei Sonnenfilterfolie oder doppelter Rettungsdecke |
| Perlschnur | Q = 12 | 1/4000 s |
| Cromosphäre | Q = 11 | 1/2000 s - 1/4000 s |
| Protuberanzen | Q = 9 | 1/1000 s - 1/500 s |
| Innerste Korona | Q = 7 | 1/250 s - 1/125 s |
| Diamantringeffekt | Q = 5 | 1/60 s - 1/30 s |
| Ganze Korona | Q = 0 | 1 s bis 2 s |
| Horizontleuchten | Q = 1 | 2 s |
Die Werte sind nur als Richtwerte zu verstehen. Da man bei v.a. der totalen Phase einer Sonnenfinsternis praktisch nur eine Chance hat, kann man sich dadurch behelfen, dass man Belichtungsserien macht, z.B. eine Aufnahme 2x kürzer, eine Aufnahme gleich wie, und eine Aufnahme 2x länger belichtet als der Richtwert aus der Tabelle. Automatische Belichtungsmesser versagen, Sie müssen die Belichtungszeit manuell einstellen.
Die Bewegung von Sonne und Mond relativ zur Kamera bewirkt, dass sie sich bei üblichen Teleobjektiven nach 1/8 Sekunde soweit bewegt haben, dass das Auflösungsvermögen (Feinheit der noch abgebildeten Details) leidet. Dies macht sich besonders bei langen Brennweiten bemerkbar. Verwendet man ein Teleskop mit grosser Öffnung, macht sich das Verschmieren durch die Eigenbewegung schon bei 1/15 s oder noch kürzeren Belichtungzeiten bemerkbar. So muss entweder das Teleskop nachgeführt werden, oder auf langbelichtete Fotos verzichtet werden.
Die Korona mit dem grossen, schwarzen Loch in der Mitte steht während der totalen Sonnenfinsternis riesig und eindrücklich am Himmel. Deshalb ist manch einer verwundert und enttäuscht, wenn auch bei einem Teleobjektiv von 200 mm Brennweite nur ein ganz kleiner Teil vom Dia oder Negativ ausgenützt wurde. Erst im Bereich von mindestens 600 bis 1000 mm Brennweite erhält man Fotos, bei denen man nicht schon beim ersten Betrachten an eine Ausschnittvergrösserung denkt. Man muss ein Teleskop mit 2000 mm Brennweite einsetzen, um den Mond formatfüllend abzubilden. Wer ein Teleobjektiv im 300-400 mm Bereich besitzt und nicht ein teures, neues, langbrennweitiges Objektiv kaufen möchte, kann sich behelfen, indem er ein 2x Telekonverter kauft, der die Brennweite um einen Faktor 2 verlängert. Man darf dann aber nicht vergessen, dass die Blende doppelt so gross ist als auf dem Blendenring angezeigt wird, bzw. die Belichtungszeiten 4x länger gewählt werden müssen.
Walter Bersinger hat für astro!nfo alles Wissenswerte zusammengestellt (hier).
Nur wenige Minuten − manchmal sogar nur Sekunden − Totalität oder Ringförmigkeit stehen Ihnen zur Verfügung &minus wahrlich sehr wenig Zeit. Wenn sie sich also entschließen, keine Fotos oder Videos zu machen, um dieses Naturereignis unbelastet zu erleben, ist das selbst für einen Amateurastronom eine vertretbare Entscheidung.
Wenn Sie Fotos machen wollen, achten Sie darauf, daß Ihr Programm einfach ist. Am Besten organisieren Sie sich im Team: Jeder im Team soll nur für ein Ding zuständig sein. Beispielsweise bei einer totalen Sonnenfinsternis bei einem aus vier Leuten bestehenden Team. Ein Mitglied kann mit einem Teleobjektiv die Korona fotografieren, der zweite macht dasselbe mit einer Videokamera, der dritte schießt ein paar Panoramafotos vom heran brausenden Schatten und der Stimmung während der Totalität, der vierte kann noch dasselbe auf Video aufnehmen. Auch bei Videokameras (Camcorder) empfiehlt sich die Montierung auf ein Stativ, damit Sie sich während der Finsternis nicht darum zu kümmern brauchen, außerdem wirkt das Video so professioneller.
Sie müssen sich schon lange vorher im Detail überlegen, welche Fotos mit welchem Film Sie zu welchem Zeitpunkt machen werden. Danach üben Sie Ihr Programm ein. Überprüfen Sie mit einer Stoppuhr, ob Sie Ihr Programm in 2 Minuten schaffen. Planen Sie auch Zeit ein, um sich die Korona anzusehen und die Finsternisstimmung auf sich wirken zu lassen.
Ich habe eine ganze Belichtungsserie gemacht, da die Fotos oder Dias je nach Belichtungszeit andere
Die total verfinsterte Sonne braucht keine Filter für die fotografische Abbildung. Während der partiellen und ringförmigen Phase muß die Kamera gleich geschützt werden wie Ihr Auge. Verwenden Sie spezielle Sonnenfilterfolie.
Ein paar Minuten vor, während und ein paar Minuten nach der Totalität oder Ringförmigkeit ist es möglich, den Kernschatten des Mondes bzw. seinen Rand zu fotografieren. Verwenden sie dazu ein Stativ und ein möglichst weitwinkliges Objektiv mit allerhöchstens 30 mm Brennweite. Auch eine Videokamera mit einem Gesichtsfeld von mehr als 90 Grad kann die Annäherung des Mondkernschattens dokumentieren. Dieser
Im Wesentlichen habe ich noch die Live-Sendungen von der großen Sonnenfinsternis von 1991 aus Mexiko in Erinnerung. Zwischen 1991 und 1998 gab es keine totale Sonnenfinsternis, die es bei uns zu mehr als nur einer Nachrichtennotiz gebracht hat. 1998, 1999, 2001 und 2002 war ich ja selbst live dabei und konnte die Sendungen (vor allem CNN) nicht verfolgen.
=>Lesen Sie hier, was man zum sicheren Beobachten der Sonnenfinsternis benötigt.
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